Posts mit dem Label Spinat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spinat werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. Februar 2013

Die kretische Spinatschnecke

Die kretische Spinatschnecke (spanakopita cretiensis) lebt in Küchen und Esszimmern und zeichnet sich durch eine extrem kurze Lebensdauer aus. Sie ist hier auf Kreta zumeist Untertassengroß und goldbraun. Ich habe jedoch auch schon in Tiefkühltruhen außerkretische Riesenexemplare gesehen.

Außer eisiger Kälte kann sie auch große Hitzewellen überleben. Allerdings besteht eine große Gefahr, dass sie die Abkühlphase nach der großen Hitze nicht überlebt. Nur wenige Exemplare wurden am darauffolgenden Tag noch gesehen.


Nun aber Schluß mit dem Quatsch ;-)

Bei Spanakopita handelt es sich um Spinat, der von einer Teigschicht umhüllt ist. Man Spanakopita hier in den verschiedensten Formen kaufen und genießen. Zum Beispiel als kleine gefüllte Taschen aus Blätterteig, als frittierte Halbmonde oder als Auflauf mit Filoteig. Die Zubereitung kann in  der Pfanne oder im Backofen erfolgen.

Die Füllung besteht entweder nur aus Spinat oder aus einer Mischung von Spinat mit Käse - zumeist Feta. Gewürzt wird sehr oft mit Dill, aber sie schmecken auch sehr gut mit Minze.

Und ich mag sehr gerne die Variante bei der der gefüllte Teig in Schneckenform aufgerollt wird. Diese Zubereitung ist etwas aufwendiger und man muss aufpassen, dass der dünne Filoteig nicht reißt. Schon  kurze Zeit nachdem der Teig aus der Packung genommen wurde, beginnt er auszutrocknen und brüchig zu werden. Ihr könnt das auf dem einen Bild an der unteren Kante sehr gut erkennen.

Damit der Teig nicht reißt müsst ihr ihn feucht halten. Am einfachsten ist es, wenn ihr ein angefeuchtetes Handtuch auf die ungenutzten Teigblätter legt.

Der Spinat, den man hier kaufen hat im Gegensatz zu dem Spinat, den man in Deutschland kaufen kann, riesengroße Blätter. Das bedeutet, dass er eine längere Zubereitungszeit braucht.

Am bekanntesten ist der hohe Eisengehalt des Spinates. Er enthält jedoch auch viel Vitamin C und Vitamin K, reichlich Calcium und Magnesium sowie Folsäure und Beta-Carotin. Der kretische Spinat, enthält mehr dieser gesunden Inhaltsstoffe als der der zarte Babyspinat.

Ich mag Spanakopita am liebsten mit etwas Fetakäse. Man kann auch Mizithra, Ricotta oder Mozarella verwenden.

Den Filoteig kann man selbst machen, ich benutze zumeist tiefgefrorenen Filoteig, den es hier überall kaufen gibt.
Hier ist ein Rezept, nach dem ich den Filoteig zubereite.

Filoteig: 
Zutaten: 250 g Mehl, 4 Eßl. Olivenöl, 1 Teel. Essig, maximal 100 ml Wasser, 1/2 Teel. Salz.
Zubereitung:
Mehl, Öl, Essig, Salz vermischen und so viel Wasser dazugeben, bis ein glatter, glänzender, elastischer Teig entsteht. Zu einer Rolle formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Danach den Teig in 4 Stücke teilen und sehr dünn ausrollen. Man muss, wie bei Strudelteig, durch den Teig hindurch eine Zeitung lesen können! Für die Schnecken den Teig in 6 -8 Stücke teilen und dünn ausrollen, je nachdem wie groß die Schnecken sein sollen.

Und hier nun das Rezept für die
Spinatschnecken:
Zutaten für 8 Stück:
1 kg frischen Spinat, 1 Zwiebel, 200 g Feta, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Muskat, (1 Knoblauchzehe,) 1 Bund Dill, 8 Filoteigblätter, evtl. 50 g zerlassene Butter

Zubereitung:
Spinat sehr gut waschen, von den Stielen befreien und kleinschneiden. Den Dill klein hacken. Die Zwiebel fein hacken. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten. Den Spinat und den Dill hinzugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Wenn ihr Feta hinzugebt nur leicht salzen, da der Käse Salz enthält. Pfeffern und mit Muskat abschmecken. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Den Fetakäse zerkrümeln, in die Pfanne geben und untermischen.

Ein Blatt Filoteig mit der breiten Seite nach unten glatt ausbreiten und an der unteren Seite mit einem Achtel der Spinat-Feta-Mischung einen Streifen entlang der Kante legen. Die Teigplatte mit Olivenöl oder zerlassener Butter bestreichen.

Nun den Teig über die Füllung schlagen und vorsichtig aufrollen. Es  sollten möglichst keine Risse oder Löcher entstehen, da die Füllung sonst dort während des Backens austritt. Die Spanakopita schmeckt dann immer noch gut, sieht nur nicht mehr perfekt aus ;-)

Diese Rolle nun vorsichtig zu einer Schnecke aufrollen und mit Butter oder Öl bestreichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Bei 200 Grad ungefähr 15 - 20 Minuten goldbraun backen.

Vor dem Verzehr etwa 5 Minuten warten, damit ihr euch nicht die Zunge verbrennt.



Und so sieht die Schnecke dann aufgeschnitten aus.

Kali orexi - Guten Appetit!

Donnerstag, 19. April 2012

Spanakotiropita - Spinat-Käse-Pastete aus Kreta

Wir hatten mehrere Tage stürmisches Wetter und in der vorletzten Nacht einen Orkan. Zahlreiche Bäume wurden umgeknickt, unsere Pergola flog davon und wir haben unbekannte Handtücher und Kissen im Garten gefunden. Da hier die Stromleitungen zum größten Teil nicht unterirdisch verlaufen, kommt es bei solchen Wetterlagen häufig zu Stromausfällen. Diesmal hatten wir keinen langen Stromausfall – der längste war mal 18 Stunden – sondern wir hatten mehrere kurze. Einmal 1 Stunde, das nächste Mal 15 Minuten, dann 30 Minuten usw. Seit wir auf Kreta wohnen, haben wir immer mindestens eine Kerze auf dem Tisch stehen (und ein Feuerzeug daneben), die Taschenlampen sind strategisch positioniert und der Campingkocher  griffbereit.
Eine Nachbarin hatte gerade Schnitzel in die Pfanne gelegt, als der erste Stromausfall begann und hat an diesem Abend dann auf das warme Essen verzichtet. Ich hatte jedoch Glück. Die Spinatkäsepastete war rechtzeitig zum Stromausfall fertig.

Leider hatten wir diesmal auch einen Ausfall der Internetverbindung und zwar circa 30 Stunden. Und so kommt es, dass ich das Rezept für die „Spanakotiropita“ erst jetzt in den Blog setzen kann. Sie hat gut geschmeckt und ist nun natürlich schon vollständig verputzt.

Der Spinat, den man hier kaufen kann, unterscheidet sich von dem Spinat, den es in Deutschland gibt. Hier lässt man ihn länger auf dem Feld oder  im Garten. Er bekommt länger Sonne und enthält mehr Nährstoffe. Allerdings ist er nicht mehr zart, weich und fein, sondern von härterer Konsistenz, etwas zäh und gröber. Für die Zubereitung bedeutet dies verständlicherweise, dass die Garzeit sich verlängert.

Spinat enthält sehr viel der lebensnotwendigen Folsäure. Er ist reich an Eisen, Vitamin A und Vitamin C. Durch seinen hohen Gehalt an den Mineralstoffen Magnesium, Kalium, Calcium und Natrium ist er ein wertvolles Lebensmittel zur Regulierung des Blutdrucks.
Die unten beschriebene Pastete kann man entweder nur mit Spinat füllen (Spanakopita) oder man gibt noch etwas Fetakäse mit hinzu. Ich mag diese Spanakotiropita am liebsten. Die Kombination von Spinat mit dem Käse macht diese kretische Pastete noch wertvoller für unsere Gesundheit.

Spanakotiropita - Spinat-Käse-Pastete

Zutaten:
8 Blatt gekauften Filo- oder Strudelteig oder ihr macht ihn selbst:
Grundrezept Filoteig: 250 g Mehl, 4 Eßl. Olivenöl, 1 Teel. Essig, maximal 100 ml Wasser, 1/2 Teel. Salz.
Eine Freundin empfiehlt dazu Hartweizenmehl zu benutzen, dann wird der Teig elastischer. Ich benutze das "normale" Mehl und wenn ich Hartweizenmehl vorrätig habe, nehme ich das ;-)
Füllung: ca. 1 kg frischen Spinat, 1 Bund Dill, 1 Bund Petersilie, 4 Frühlingszwiebeln, (1 Eßl. feingehackte frische Minze) 2 Eßl. Olivenöl, 200 g Fetakäse, Muskatnuß, Pfeffer, Salz, (1 Prise Zimt), 1 Eigelb zum Bestreichen

Zubereitung:
Filoteig: Mehl, Öl, Essig, Salz vermischen und so viel Wasser dazugeben, bis ein glatter, glänzender, elastischer Teig entsteht. Zu einer Rolle formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Danach den Teig in 2 Stücke teilen und sehr dünn ausrollen. (Man muss durch den Teig hindurch eine Zeitung lesen können!) Die erste Teigplatte dünn mit Öl (oder Butter) bestreichen und die zweite Teigplatte darauflegen und diese wieder mit etwas Öl bestreichen. Die Unterlage mit Mehl bestäuben, sodass der Teig nicht kleben bleibt. Die Ecken der zusammengelegten Platten zur Mitte einklappen. Wieder ausrollen, sodass ein dünnes Rechteck entsteht, in der Größe eines Backblechs. Dies ist meine etwas abgewandelte Form der Herstellung. Traditionell wird der Teig in vier Stücke geteilt und dünn ausgerollt. Sie werden erst dann mit Öl bestrichen, wenn man sie in der Form übereinander legt.

Füllung: Spinat waschen, verlesen, die dicksten Stiele entfernen und zerkleinern. Die Frühlingszwiebel, den Dill und die Petersilie kleinschneiden und in einem Topf in Olivenöl anschwitzen. Den abgetropften Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen. Die Kochplatte ausschalten. Petersilie und Dill dazugeben. Mit Muskat, Pfeffer abschmecken. Den klein gewürfelten Fetakäse darunterheben und eventuell mit Salz nachwürzen.

Eine Auflaufform mit dem Filoteig auslegen, sodass er an den beiden langen Seiten überlappt. Wenn ihr gekauften Filoteig benutzt die einzelnen Blätter übereinander lappend einlegen, sodass genug übersteht, dass die Füllung noch bedeckt werden kann.
Die Spinatfüllung darauf geben und mit dem Teig zudecken. Überstehende Reste an den Seiten eindrücken. Den Teigdecke einschneiden. Ich schneide immer so große Quadrate, dass ich sie mit dem Pfannenheber leicht herausheben kann. Das Eigelb mit einem Teel. Wasser verquirlen und die Oberfläche damit bestreichen. Im vorgeheiztem Backofen bei 200 Grad ca. 30 Minuten backen bis die Oberfläche schön goldgelb glänzt.
Die Pastete schmeckt sowohl heiß wie auch lauwarm gut. Ich mag sie aber auch am nächsten Tag kalt.

Kali Orexi - Guten Appetit