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Mittwoch, 6. März 2013

Lebensmittelpreise in Rethymno im März 2013

Vor einem Jahr habe ich die damals aktuellen Lebensmittelpreise hier in Rethymno aufgeschrieben. (Hier könnt ihr den Beitrag lesen.) Jetzt bin ich wieder auf den Wochenmarkt und in die Geschäfte gegangen, um zu sehen wie die Preise sich im letzten Jahr verändert haben.
Und als Ergebnis kann ich sagen, dass sie sich kaum  geändert haben! Nachdem es Anfang letzten Jahres einen großer Preissprung gegeben hatte, haben sich die Preise seitdem recht stabil gehalten.
So kostet mein Lieblingsbrot immer noch einen Euro und der Raki weiterhin 4,40 € und das Olivenöl 4,50  € pro Liter in dem kleinen Supermarkt in dem ich immer einkaufe.
Natürlich sind auch einige Dinge teurer geworden. Zum Beispiel kostet der Rotwein vom Fass jetzt 2,00 € pro Liter, 1 l Milch 1,35 € und die Kartoffeln 1,00 €.

Hier eine kleine Liste mit den aktuellen Preisen. Ich habe immer die Preise notiert, von Sorten und Qualitäten, die ich einkaufen würde. (alle Preise in Euro € /pro kg -wenn nicht anders beschrieben)
Die aktuellen Preise sind schwarz geschrieben, die vom März 2012, wenn sich etwas geändert, hat in Rot!


Gemüse:                  März 2012
Auberginen 2,00
Avocado 1,20
Blumenkohl 1 Kopf 1,-   0,80
Brokkoli 1,50
Chorta 5,00
Dicke Bohnen (frisch) 2,00  1,50
Karotten 1,70
Kartoffeln 1,00       0,80
Kleine Salat Gurken 1,-   1,30
Oliven   6,-     3,00
Paprika 2,00
Porree (4 Stangen) 1,00
Romana Salat Kopf 0,50
Rote Beete 1,00
Spinat  0,60          1,00
Stangensellerie  1,50     1,00
Tomaten 0,70
Zucchini    1,30         1,50
Zwiebeln 1,00
Obst:
Äpfel 1,20                            1,50
Bananen international  1,50   1,60
Bananen Kreta 2,70             2,55
Birnen 1,50                       2,50
Clementinen 0,70             1,30
Orangen  0,50               0,40
Zitronen  0,50             0,80

Eier
Markt (o.K.) 0,30
Bio 0,40

Käse
Graviera 10,00
Kefalotiri 10,00
Mizitra 6,50             5,00
Feta   8,50

Rindfleisch
Hüfte 8,90
Schulter 4,30
Keule 8,90
Bug 8,60
Kalbfleischbraten   8,90    12,60
Schweinefleisch
Filet 8,80
Kotelett (mit Knochen)  4,70    4,40
Schnitzel  6,50      6,20
Gulasch 6,50        7,90
Huhn/Hähnchen
Ein ganzes 2,90                        
Brustfilet (mit Knochen) 4,90


Lamm (ganzes)  kg 5,30
Kaninchen (ganzes) kg 7,50
Fisch
Dorade 10,00
Lachs 14,00                         15,00
Meeräsche 19,00
Tintenfisch 14,00
Oktopus 15,00                    14,00
Makrele 7,50
Sardine 6,00
Sardelle 7,00



Und wen kleine Fehler an der Tomate nicht stören, der bekommt das Kilo sogar schon für 30 Cent!


Dienstag, 17. April 2012

Lebensmittelpreise in Rethymno - April 2012

Ich hatte ja im März geschrieben, dass ich die Preise und Preisänderungen verfolgen wollte.

Die Preise habe ich wieder auf dem Wochenmarkt, bei mehreren Fisch- und Fleischgeschäften sowie im Supermarkt recherchiert. Eine Verkäuferin auf dem Wochenmarkt hat mich wiedererkannt und gleich zu ihrer Kollegin gesagt, "Die kauft nichts, die macht nur Bilder." ;-)

In der Liste habe ich an einigen Stellen Striche hinter die Lebensmittel eingefügt, das soll heißen, das sie nicht erhältlich sind oder nur in einer weniger guten Qualität, z.B. Blumenkohl.

Im Moment ist Artischocken Saison! Jeder Gemüsestand bietet Artischocken zwischen 1,50 bis 2,50 € an. Es gibt hier 2 Sorten. Die eine Sorte hat stacheligen Blattenden, die schrecklich picksen, die andere hat abgerundeten Blätter. Die Stacheligen sind teurer und die Verletzungsgefahr größer. Beide Sorten sind lecker! Ich habe beim Geschmack keinen Unterschied festgestellt.

Die Preise für Raki, Brot, Mehl, Zucker und Wein haben sich nicht geändert. Butter ist jedoch um 10 Cent teurer geworden. Sie kostet jetzt pro 250 g Paket 1,69 €. Olivenöl dagegen ist in unserem kleinen Supermarkt im Moment günstiger. Ich habe gestern für 1 Liter statt 4,50 nur 3,50 € bezahlt!


Hier also einige Preise für Lebensmittel im April 2012 in Rethymno.
Ich habe immer die Preise notiert, von Sorten und Qualitäten, die ich einkaufen würde. Alle Preise in Euro € /pro kg. (wenn nicht anders beschrieben). In einer zweiten Spalte habe ich die Änderungen zum März notiert: höher ↑, niedriger ↓, gleich geblieben →.

Gemüse:
Artischocken 1,80
Auberginen 1,00
Avocado 1,50
Blumenkohl 1 Kopf
Brokkoli
Dicke Bohnen (frisch) 1,00
Karotten 1,50
Kartoffeln 0,80
Kleine Salat Gurken 1,30
Oliven 3,00
Paprika 2,50
Porree (4 Stangen) 0,80
Romana Salat Kopf 0,40
Rote Beete 0,80
Spinat 0,70
Stangensellerie 1,00
Tomaten 1,30
Zucchini 1,20
Zwiebeln 0,80

↓
↓
↑
−
−
↓
→
→
→
→
↑
↓
↓
↓
→
↑
↓
↓
Obst:
Äpfel 1,60
Bananen international 1,20
Bananen Kreta 2,55
Birnen
Clementinen 1,20
Orangen 0,50
Zitronen 0,60

Eier
Markt (o.K.) 0,30
Bio 0,40

Käse
Graviera 10,00
Kefalotiri 10,00
Feta 7,40
Misitra 5,00

↑
↓
→
−
↓
→
↓


→
→


→
→
→
→
Rindfleisch
Hüfte 8,90
Schulter 4,30
Keule 8,90
Bug 8,60
Kalbfleischbraten 12,60
Schweinefleisch
Filet 8,80
Kotelett (mit Knochen) 5,50
Schnitzel 5,90
Gulasch 7,90
Huhn/Hähnchen
Ein ganzes 3,60
Brustfilet (mit Knochen) 4,90
Lamm
ein Ganzes kg 7,00
Kaninchen
Ein Ganzes kg 8,20

→
→
→
→
→

→
↑
↓
 -

↑
→

↓

→
Fisch
Dorade 10,00
Lachs 15,00
Meeräsche 19,00
Tintenfisch 14,00
Oktopus 14,00
Makrele 7,50
Sardine 5,00
Sardelle 7,00
Skipjack Thunfisch

Schnecken 4,00

→
→
→
→
→
→
↓
→
−

↓

Wenn ihr an bestimmten Preisen oder Änderungen interessiert seid, schreibt mir einfach mal.



Donnerstag, 15. März 2012

Lebensmittelpreise in Rethymno - März 2012

In der letzten Zeit drehen sich Gespräche unter Bekannten oft um die gestiegenen Lebensmittelpreise hier auf Kreta und jeder hat mindestens ein Beispiel für eine krasse Preiserhöhung.

Hier einige Preis-Erhöhungen bei Lebensmitteln, die wir benutzen.


Artikel
Gewicht
Preis gegen Ende
2011 in €
Preis jetzt in €
Graubrot
500 g
0,80
1,00
Raki vom Fass
1 Liter
4,00
4,40
Rotwein vom Fass
1 Liter
1,50
1,70
Olivenöl vom "Fass"
1 Liter
4,00
4,50
Zucker
1 kg
0,99
1,05
Mehl
1 kg
0,59
0,89
Butter
250 g
0,99
1,59


Um zu sehen ob die Preise weiter steigen oder vielleicht stagnieren, habe ich mich entschlossen über die nächsten Monate mal die Preise zu beobachten.

Und da ich heute auf dem Wochenmarkt war, hab ich gleich mal die Preise dort notiert. Auf dem Heimweg war ich dann noch in einem Fischgeschäft und einer Fleischerei. Ich habe immer die Preise notiert, von Sorten und Qualitäten, die ich einkaufen würde.  (alle Preise in Euro € /pro kg -wenn nicht anders beschrieben-)


Gemüse:
Auberginen 2,00
Avocado 1,20
Blumenkohl 1 Kopf 0,80
Brokkoli 1,50
Dicke Bohnen (frisch) 1,50
Karotten 1,70
Kartoffeln 0,80
Kleine Salat Gurken 1,30
Oliven 3,00
Paprika 2,00
Porree (4 Stangen) 1,00
Romana Salat Kopf 0,50
Rote Beete 1,00
Spinat 1,00
Stangensellerie 1,00
Tomaten 0,70
Zucchini 1,50
Zwiebeln 1,00
Obst:
Äpfel 1,50
Bananen international 1,60
Bananen Kreta 2,55
Birnen 2,50
Clementinen 1,30
Orangen 0,40
Zitronen 0,80

Eier
Markt (o.K.) 0,30
Bio 0,40

Käse
Graviera 10,00
Kefalotiri 10,00
Misitra 5,00

Rindfleisch
Hüfte 8,90
Schulter 4,30
Keule 8,90
Bug 8,60
Kalbfleischbraten 12,60
Schweinefleisch
Filet 8,80
Kotelett (mit Knochen) 4,40
Schnitzel 6,20
Gulasch 7,90
Huhn/Hähnchen
Ein ganzes 2,90
Brustfilet (mit Knochen) 4,90
Fisch
Dorade 10,00
Lachs 15,00
Meeräsche 19,00
Tintenfisch 14,00
Oktopus 14,00
Makrele 7,50
Sardine 6,00
Sardelle 7,00
Skipjack Thunfisch 7,00



Und auf dem Heimweg habe ich dann noch gesehen, dass jetzt auch Koulouri (Sesamringe) von 0,50 € auf 0,60 € gestiegen sind!




Sonntag, 4. März 2012

Zurück zu den Wurzeln


Auf dem Bild seht ihr eine Goldwurzel auch Golddistel genannt. Sie gehört hier auf Kreta zu den Wildgemüsesorten auch „Chorta“ genannt, die sehr häufig in der Küche eingesetzt werden. Sie werden im Gegensatz zu anderen Wildgemüsen zumeist einzeln genutzt.

Chorta kann man auf dem Wochenmarkt kaufen oder man geht selbst kurz vor die Tür, auf eine Wiese am Dorfrand oder auf den nächsten Berg und sammelt selbst. Früher wurde dies überall auf Kreta sehr häufig gemacht, in den letzten Jahren fast nur in den kleinen Bergdörfern. Dieses Jahr treffe ich jeden Tag auf meinen Streifzügen durch die nähere Umgebung von Rethymno Frauen mit Tüten und auf der Suche nach den schmackhaften Wildgemüsen.


Das es dieses Jahr mehr sind die "Chorta" suchen, liegt denke ich an der momentanen Krise. Die Preise steigen in fast jedem Bereich. Der Benzinpreis liegt im Moment über 1,80 €, die Mehrwertsteuer liegt bei 25 %. Fast alle Lebensmittel sind in den letzten Monaten darüber hinaus  zwischen 10 - 30 % teurer geworden! Das Einkommen jedoch steigt nicht. Der Mindestlohn wurde gesenkt, die Renten gekürzt. 

Ende letzten Jahres wurde eine neue Immobiliensteuer eingeführt - sofort zu zahlen. Das heißt für viele im Dezember und Februar mehrere Hundert Euro extra zu zahlen. 

Auf Kreta, einer Insel die hauptsächlich vom Tourismus lebt, sind im den Monaten in den nicht Saison ist, also von November bis Ende April, sehr viele Leute Arbeitslos und auf "Wintergeld" angewiesen. Dies wird nur fünf Monate gezahlt, obwohl man sechs Monate ohne Arbeit ist. Dieses Arbeitslosengeld wurde gerade um 100 € auf 359 € gekürzt.

Da nun gespart werden muss, versucht man natürlich auch bei den Lebensmittel hauszuhalten.

Während in Deutschland viele Familien, die mit wenig Geld auskommen müssen, sich billige und nährstoffarme Lebensmittel kaufen, geht hier der Trend dahin, sich wieder wie " in alten Zeiten" zu ernähren. Der Fleisch- und Fischkonsum wird eingeschränkt oder es wird auf günstigere Fleischprodukte oder Fische und Meeresfrüchte ausgewichen.

Gerade hat hier die große Fastenzeit begonnen, deren Regeln dieses Jahr meiner Ansicht nach mehr eingehalten werden als die Jahre zuvor. 

Hülsenfrüchte und Nüsse, die schon immer einen größeren Platz im kretischen Speiseplan hatten, als im Deutschen werden jetzt noch mehr genutzt. Rezepte für Frikadellen und Würstchen aus Bohnen, Linsen und Kichererbsen oder Gulasch mit Maronen und Walnüssen haben Hochkonjunktur. 

Gärten werden wieder zum Gemüseanbau genutzt und Wildgemüse vermehrt in der Natur gesammelt.

Hier auf Kreta sind viele Häuser mit Holzöfen ausgestattet. Diese werden nun auch zur Zubereitung der Speisen mitgenutzt.

Seit zwei Jahren ist auch ein Trend zur Stadtflucht zu erkennen. Viele junge Familien ziehen wieder von der Großstadt aufs Land und versuchen in der Landwirtschaft Fuß zu fassen.

Eine griechische Historikerin hat ein Buch erfolgreich auf den Markt gebracht. In "Die Rezepte des Hungers" hat Eleni Nikolaidou Artikel zusammengestellt, die sie in Zeitungen der Kriegsjahre (41-44) entdeckte. Das Buch enthält Rezepte und Tipps, "mit denen man selbst unter schwierigsten Bedingungen eine Familie einigermaßen satt bekommen kann".

Ein weiterer Weg Geld bei Lebensmittel einzusparen ist der neue Trend zur Direktvermarktung griechischer Produkten von den Landwirten. Die großen Lebensmittelketten zahlen so wenig für die Lebensmittel wie zum Beispiel Kartoffeln, dass es sich für die Bauern lohnt sie direkt an die Kunden abzugeben. So haben beide Seiten etwas davon; der Landwirt erhält mehr Geld, als die Großhändler zahlen und die Verbraucher kaufen günstiger als in den Geschäften. Bei Kartoffeln beträgt der Unterschied immerhin pro Kilogramm ungefähr 50 Cent.

Der Trend geht also zurück zu den Wurzeln der früheren (und gesünderen?) Ernährung und Lebensmittelbeschaffung!


Ich erkenne noch nicht so viele Wildgemüse und gehe immer mit einer Chorta-Kennerin ins Grüne. Aber auch ich mache es jetzt wie viele andere hier auf Kreta. Mit großer Tüte, Küchenmesser und Gartenschere gehe ich auf Wanderung quer über die Wiesen und ziehe Wurzeln aus dem Boden.




Jetzt ist die Haupterntezeit der Goldwurzel, einem Gelblühenden Korbblütler.  Man isst die jungen Blätter (von den Dornen befreit) und die Wurzelrinde, da der Kern meist holzig ist.

Goldwurzel wurde früher auch in Deutschland, wie die Schwarzwurzel anstelle von Spargel gegessen. Die Zubereitung recht einfach. Sie wird in große Stücke geschnitten und in Salzwasser ca. 10 Minuten gekocht. So kann man sie als Gemüsebeilage essen oder als Salat -zum Beispiel mit dicken Bohnen, Zitronensaft und Olivenöl- servieren. Oft wird sie in Eintöpfen zusammen mit Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten verarbeitet oder als Püree gegrilltem Fleisch gereicht.

Die Golddistel wurde schon in der Antike gegessen und damals auch in der Medizin verwendet, zum Beispiel in Wein gekocht als Harntreibendes Mittel oder  als Absud gegen Nierensteine, Arthitis, Magen-Darm Beschwerden und Hautprobleme.