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Sonntag, 30. Dezember 2012

Griechische Lebensmittelpreise Ende 2012

Hier könnt ihr ein kurzes Video sehen, von Bildern, die ich auf dem Zentralmarkt in Athen gemacht habe. Es ist zwar nicht Kreta, aber die Preise, die hier auf dem Markt gelten, sind ausschlaggebend für ganz Griechenland und auch für Kreta.

Weil es sehr stark geregnet hat, als ich dort war, habe ich von den Obst- und Gemüseständen, die draußen liegen, weniger Bilder. ;-)

Film auf youtube ansehen


Fleisch und Fisch wird in Hallen gehandelt. Hier könnt ihr 2 kurze Videos sehen, die keine hohe Qualität haben, aber euch bestimmt einen Eindruck geben, von der Atmosphäre und dem Lärm.

Fischhalle







Fleischhalle












Und wenn ihr immer noch etwas ansehen mögt, findet ihr auf der Facebookseite "Leckeres Kreta" noch einzelne Bilder.

Viel Spaß!




Dienstag, 20. November 2012

Der westliche Erdbeerbaum

Gestern haben wir einen Ausflug zum Potami Staudamm gemacht. Der liegt ungefähr 10 km landeinwärts und es wachsen dort andere Pflanzen als hier an der Küste. Letztes Jahr hatte ich gesehen, dass es dort Erdbeerbäume gibt. Da ich mir vorgenommen hatte, einmal daraus Marmelade zu kochen und einen Likör anzusetzen und sie jetzt reif sind, sind wir also los. Und hatten Glück! Es waren noch mehr Sträucher da als erwartet und alle hingen voller reifer Beeren.

Der westliche Erdbeerbaum gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Er ist immergrün und die Blätter erinnern mich an schmale Lorbeerblätter. Der Baum kann zweimal im Jahr blühen und die Blüten sind hellrosa bis lila und glockenförmig (wie überdimensionale Heideblüten).

Die Früchte sind im reifen Zustand circa 2,5 cm groß, außen rot und haben eine warzige Oberfläche. Innen sind sie gelborange und schmecken fruchtig säuerlich. Die beste Erntezeit ist der November. Trotz der etwas festeren Schale müssen die Früchte nicht geschält werden (einfach reinbeißen).

Auf der Suche nach einem schönen Marmeladenrezept, fand ich nur Informationen aus Spanien. Nach den Abbildungen sind die Blätter des  dortigen Erdbeerbaum größer und die reifen Früchte gelb. Außerdem sollen die Früchte sehr mehlig schmecken.

Botanisch heiß der westliche Erdbeerbaum "Arbutus unedo". Der Namenszusatz unedo soll laut Plinius, einem römischen Gelehrten, von "unum tantum edo" abgeleitet sein - übersetzt: ich esse nur eins.

Einige meinen nun, dass dieser Zusatz darauf hindeutet, dass es ungesund ist, mehr als eine Frucht roh zu verzehren. Andere sagen, dass ihm die Beeren nicht geschmeckt haben - wahrscheinlich die spanische Variante - und er deshalb nur eine aß. ;-)

Es gibt jedenfalls Berichte, dass der Verzehr von zu vielen rohen Früchte zu Übelkeit führte. Ich habe beim Pflücken ungefähr 6 Früchten probiert und es zeigten sich keine negativen Auswirkungen.


Zumeist werden die Früchte zu Schnaps, Likör oder Marmelade verarbeitet. Sie enthalten viel  Pektin und Vitamin C, was ja sehr günstig die Marmeladenproduktion ist. Allerdings enthalten sie auch kleine Kerne und die warzige Haut löst sich
beim Kochen nicht ganz auf, sodass man sie besser durch ein Sieb streicht (was wiederum mehr Arbeit macht ;-)).

Medizinisch wurden die Blätter und die Rinde schon seit altersher wegen ihrer antiseptischen und adstringierenden Eigenschaften vor allem bei Magenleiden, Durchfall und äußerlich bei schlecht heilenden oder eitrigen Wunden eingesetzt. Und da sie ebenfalls harntreibend wirken, wurden sie bei  Blasenenentzündungn und Nierenleiden genommen.

Die wirksamen Inhaltsstoffe sind Tannine und das Glykosid Arbutin. Dessen Abbauprodukte im Urin haben eine desinfizierende Wirkung und hemmen das Wachstum von Bakterien in Harnleiter, Blase und Harnröhre.

Aufgrund des hohen Tanningehaltes wurden die Blätter und Rinden früher auch in der Gerberei verwendet. Auch die Rinde des kretischen Erdbeerbaumes unterscheidet sich übriges von den aus dem westlichen Mittelmeerraumes. Sie ist hier auf Kreta rötlich, dort soll sie hellgrau sein.

Der westliche Erdbeerbaum ist ein sehr widerstandsfähriger Baum. Er kann sowohl Brände, langen Dürreperioden oder starken Fröste überleben. Unterirdisch hat er nämlich eine sogenannte Stammknolle (Lignotuber), die nach dem Absterben der oberirdischen Teile wieder austreiben kann.

Ich habe nun also mit Raki einen Likör angesetzt und aus 1 1/2 kg Marmelade gekocht. Da mir die Beeren allein zu säuerlich langweilig schmeckten, ist nun eine leckere Baumerdbeeren-Rotwein Marmelade entstanden, gewürzt mit Zimt, Vanille und Nelken.

Kali Orexi - Guten Appetit!






Donnerstag, 15. November 2012

Ein paar Bilder vom Wochenmarkt in Rethymno im November.

Ruccola wird im Moment in Mengen angeboten.
(Auch Überschüsse aus dem Hausgarten.)
Verschiedene Auberginensorten, Tomaten, Gurken und Paprika
sind immer im Angebot
Die Chortasaison startet mit gemischten Wildkräutern.

Das Kilo Kartoffeln kostet 70 Cent.

Ganzjährig und günstig im Angebot.

Zwiebeln und Karotten aus Kreta 

Die Kohlsaison startet mit Blumenkohl

Rote Beete und Frühlingszwiebeln sind wieder da und recht günstig

Die ersten  Zitrusfrüchte sind da.
Es gibt sogar noch einige kretische Erdbeeren.

Und natürlich kann man frische Oliven(grün oder blau) kaufen.


Bohnen gibt es immer noch in Hülle und Fülle.

Die Granatäpfel sind reif und lecker.

Wie dies Grünzeug heißt weiß ich nicht. Ich finde es sieht nach jungem
Erbsengrün aus. Es wird als Salat gegessen, mir ist es aber zu bitter ;-) !


Jede Menge Äpfel sind im Angebot, alle Sorten 1 € pro kg

Frische Esskastanien und Mandeln aus der Region um Chania.


Samstag, 13. Oktober 2012

Die ursprüngliche kretische Ernährungsweise

Heute möchte ich euch die typischen Merkmale der kretischen Ernährung einmal kurz vorstellen.
Man kann sie auf zahlreichen Webseiten nachlesen und in vielen Büchern und Artikeln. Ihr werdet also sicher schon alle etwas darüber gehört, gelesen oder sogar gesehen und geschmeckt haben.

Eigentlich wollte ich darüber gar nicht schreiben. Ich wurde jedoch schon so oft danach gefragt, dass ihr hier nun einen kurzen Überblick über die Hauptmerkmale findet ;-))
In dieser graphischen Darstellung seht ihr die
mengenmäßig Zusammensetzung der Lebensmittel
in der ursprüngliche kretischen Ernährung. 

Die Grundnahrungsmittel sind Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Wildkräuter und -gemüse (Chorta), Nüsse, Kräuter, Brot, Reis und Kartoffeln. Die verwendeten Produkte kommen frisch aus der Region und können vollreif geerntet werden. 

Ich konnte mir von Deutschland aus jedoch nicht die Mengen an Gemüse und Obst vorstellen, die hier wirklich täglich verzehrt werden! In den Nordeuropäischen Ländern und den USA wird versucht mit der Aktion "5 am Tag" die Leute zu mehr Obst- und Gemüse-Konsum anzuregen. Hier sind 5-7 Portionen Obst und Gemüse pro Tag normal!
Ich war sehr erstaunt, als ich das erste Mal sah, welche Riesenmengen an Obst und Gemüse hier von den Hausfrauen eingekauft werden. Orangen und Kartoffeln zum Beispiel werden in 10 kg Portionen gekauft und ich wurde immer erstaunt angeschaut, wenn ich nach nur 2 kg Kartoffeln fragte. ;-).
Nach dem Essen gibt es hier immer Obst. Pudding oder Cremes sind als Nachtisch unbekannt.
Mehrmals in der Woche ist die Hauptmahlzeit rein vegetarisch, eine Kombination zum Beispiel von Mangold, Kartoffeln und Zucchini gilt als vollwertige Mahlzeit. Durch meine bisherigen Essgewohnheiten aus Deutschland "verdorben" fragte ich mich, als ich dies das erste Mal sah "und was gibts dazu?" ;-)

Natürlich gibt es auch oft was dazu: Häufig Geflügelfleisch, Fisch,  Meeresfrüchte, Schnecken, aber auch das Fleisch von Lamm, Ziege, Rind oder Schwein stehen zumeist einmal pro Woche auf dem Speiseplan. Bei Feiern und Festen ist der Fleischgang nach zahlreichen (überwiegend vegetarischen) Vorspeisen immer der Höhepunkt der Mahlzeit.

Eine wichtige Rolle bei Vorspeisen (Mezes) spielt auch der Joghurt und der Käse. Ihr kennt ja alle sicherlich Tzatziki, Saganaki, Dakos, Tiropita, Bauernsalat,...

Die Regeln der orthodoxen Kirche zur Fastenzeit werden hier von sehr vielen Familien eingehalten. Das heißt, dass es zwischen Karneval und Ostern zum Beispiel kein Fleisch, Eier oder Käse gibt.

Zum Naschen gibt es zumeist Süßes auf der Basis von Obst, Trockenobst, Nüssen und Honig. (und heutzutage auch mit Zuckersirup ;-)

Alkoholische Getränke, wie kretischen Rot- und Weißwein, Retsina und Raki (Tsikoudia) werden in Maßen genossen. Der Durst wird vor allem mit dem guten kretischen Wasser gelöscht. Auch heute noch fahren viele Familien in die Berge zu einer der zahlreichen Quellen und zapfen sich dort ihren Vorrat für ein oder zwei Wochen ab.

Eine weitere ganz wichtige Grundlage der kretischen Ernährung ist das Olivenöl! Es wird nicht raffiniert, sondern nur kalt gepresst und gefiltert und hat einen geringen Säuregrad. Das macht es sehr bekömmlich und unterstützt mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen die Gesundheit unseres Körpers. (Auch darüber gibt es viele informative Webseiten.) Ich weiß von vielen Bekannten, dass sie im Durchschnitt 2,5 Liter pro Person im Monat verbrauchen.

Und natürlich ist es auch ganz wichtig, wie die Speisen gegessen werden. So oft wie möglich essen die Kreter im Familien- oder Freundeskreis. Zumeist langsam, entspannt und mit netter Unterhaltung.

Leider gibt es auf Kreta in den letzten Jahren dramatische Veränderungen. Laut neusten Studien ist inzwischen hier jedes dritte Kind fettleibig!

Ein Hauptgrund dafür ist die mangelnde Bewegung der Kinder und Jugendlichen! Die Anzahl der Familien, die sich traditionell ernähren nimmt ab. Veränderte Arbeitszeiten bewirken ebenfalls eine Veränderung der Eßgewohnheiten.

Der Fleischkonsum hat stark zugenommen, zudem werden vermehrt andere Öle und Fette verwendet. Der Gemüse- und Obstverbrauch geht zurück, dafür steigt der Konsum von Snacks und Süßigkeiten. Computer, Fernsehen, Auto, Fast Food .... die Gründe habt ihr bestimmt schon alle gehört.
Ich hab sogar schon gelesen, dass die Kinder in Skandinavien sich mehr nach den Regeln der Mittelmeerkost ernähren, als die Kinder hier auf Kreta ;-)

So, das war ein kleiner Einblick. Informationen über die einzelnen Lebensmittelgruppen und Produkte findet ihr in dann im Blog.

Kali Orexi - Guten Appetit!

Sonntag, 9. September 2012

Kaktusfeigen - Zuwanderer aus Südamerika

Auf Kreta gibt es noch nicht lange Kaktusfeigen. Dieser Zuwanderer aus Mexiko wächst hier jedoch wunderbar. Da der letzte Winter sehr Regenreich war, ist die diesjährige Ernte groß.

Auf dem Wochenmarkt kosten sie im Moment 2 € das Kilo. Und an den Marktständen kann man vor dem Kauf die Köstlichkeit auch erst mal probieren.
Es gibt sie auf dem Markt oder im Supermarkt auch gleich geschält zu kaufen, dann sind sie jedoch etwas teurer.
Der Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica) ist eine Kakteenart der Gattung der Opuntien. Das Wort Kaktus stammt vom griechischen "kaktos", und war ursprünglich die Bezeichnung für eine stachelige, distelähnliche Pflanze, die in Sizilien wuchs. Der Feigenkaktus wird in Mexiko schon seit Jahrtausenden zur Obstgewinnung angepflanzt. Heute werden die Kaktusfeigen in nahezu allen Ländern rund um das Mittelmeer angebaut.

Der Feigenkaktus wächst breit und strauchartig und kann bis zu 6 m hoch werden. Die Blütenblätter sind gelb bis orange. Die Früchte, die botanische gesehen Beeren sind, besitzen eine dünnen Schale mit schwarzen Erhebungen und sind mit großen und kleinen feinen Dornen bewachsen. Je nach Art sind die Feigen gelblich, hellgrün, lachsfarben, orange oder rot. Die häufigste Sorte hier auf Kreta ist orangefarben. Die Schale kann nicht mit gegessen werden, die kleinen schwarzen Samen im Inneren kann man problemlos mit verspeisen. Sie enthalten wertvolle Fettsäuren und es wird sogar Kaktusfeigenkernöl daraus gewonnen.

Die Frucht enthält viel Vitamin A, E und C und ist reich an den Mineralstoffen Kalium, Magnesium und Calcium. Außerdem enthält sie sehr gute Zusammensetzung an essentiellen Aminosäuren, das sind für unseren Körper lebenswichtige Eiweißbausteine. 

Forscher haben jetzt auch den Eiweißbaustein "Taurin", der sonst nur in tierischen Produkten vorkommt, in der Kaktusfrucht entdeckt. Taurin gilt als Antioxidationsmittel, dass vor allem die freien Radikalen im Körper bekämpft, die unter anderem für den Alterungsprozess verantwortlich sind.
Die Kaktusfeige enthält ebenfalls Betanin, einen natürlichen roten Farbstoff. Dieser sekundäre Pflanzenstoff ist sehr gesund und ist auch in Roter Beete enthalten. Er passiert zum Teil den Körper unverarbeitet, so dass es passieren kann, dass der Urin dadurch rötlich gefärbt ist.

Das Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack und einen sehr niedrigen Säuregehalt. Dadurch sind die Früchte nur kurze Zeit haltbar.

Als ich das erste Mal Kaktusfeigen kaufte, sahen die Früchte aus, als wären die Dornen schon alle entfernt worden. Ich habe sie also einfach angefasst und geschält.  Leider waren nur die Großen entfernt, es sind jedoch noch viele kleine, mit Widerhaken versehene, kaum sichtbare an der Frucht! Das habe ich dann etwas später gemerkt! Die kleinen Dornen stecken schnell in der Händen und lassen sich, da sie so gut wie unsichtbar sind und wie gesagt Widerhaken haben - nicht entfernen. Noch am nächsten Tag tat es weh, aber so habe ich es mir gemerkt ;-) ! Die fasse ich nicht mehr einfach mal schnell an!

Ich benutze jetzt immer vierfach gelegtes Küchenpapier als Schutz.

Auf den nachfolgenden Bildern seht ihr drei Methoden sie zu öffnen und zu genießen:

1. Die Kaktusfeige auf eine Gabel aufspießen.

Mit einem Messer von oben aus abschälen.

Vorsichtig die schwarzen Punkte entfernen, die
nicht mit der Schale abgegangen sind.


Und nun einfach abbeißen.



2. Oder ihr schält sie vorsichtig und 
schneidet sie in Scheiben, für Obstsalat die Scheiben vierteln. Vor dem Essen mit etwas frischem Zitronensaft beträufeln.
 

3. Oder ihr halbiert sie ungeschält und löffelt sie aus. Vor dem Essen mit etwas frischem Zitronensaft beträufeln.

Hier auf Kreta werden sie hauptsächlich roh als frisches Obst verzehrt.

Ich habe auch schon Marmelade daraus gemacht. Dazu die das Fruchtfleisch pürieren und den Saft einer Zitrone hinzufügen. Die kleinen schwarzen Kerne sind so hart, das sie nicht zerkleinert werden. Wenn man das Püree anschließend durch ein gröberes Sieb streicht, bleiben sie zurück und man bekommt ein schönes orangefarbendes Mus. Mit Gelierzucker (1:1) vermischen und kurz (ca. 3 - 6 Minuten) aufkochen.
Sehr lecker wird sie, wenn man zum Schluß vor dem Abfüllen in Gläser noch Gläschen kretischen Raki hinzufügt ;-)

Kali Orexi - Guten Appetit!




Samstag, 23. Juni 2012

Die Wassermelone - der ideale Durstlöscher

Jetzt hat die Wassermelonen Saison begonnen. Sie sind günstig, zwischen 33 und 49 Cent das Kilo und bis in den September hinein frisch vom kretischen Feld überall erhältlich. Es gibt kleine runde, große runde, große längliche und riesengroße. Man kann sie im Ganzen kaufen, in Hälften oder in Stücken. In viele Läden werden Einzelportionen zusammen mit Plastikmesser und Servietten angeboten und am Strand wandern mehrmals pro Tag Melonenverkäufer auf und ab.
Noch ist jedoch nicht die Hauptsaison, dann werden auch Pickups voller Melonen durch die Strassen fahren und über selbstgebaute Lautsprecheranlagen wird man wieder hören können "Karpouzia kai Peponia". Letztes Jahr im August kosteten drei riesengroße längliche Wassermelonen von der Ladefläche 5 €.
An der Nationalstrasse bei Panormo - östlich von Rethymno - gab es zahlreiche Verkaufsstände, die verschiedene Melonensorten günstig im Angebot hatten. Letztes Jahr war nur noch ein Stand geöffnet und dieses Jahr sieht man nur noch Holztrümmer und Ruinen. (Ich kenne nicht den Grund dafür. Entweder es lohnt sich nicht mehr oder sie sind auf Grund neuer Gesetze geschlossen) 

Auf jedem Hotelbüffet dürfen Wassermelonen nicht fehlen - als dekoratives Schnitzwerk oder als Dessert - und in den Tavernen werden sie als (kostenlose) Nachspeise gereicht. Ich mag auch sehr gerne gegrillte Wassermelone. Dafür muss die Melone mit Schale in 2 cm dicke Scheiben geschnitten werden, die geviertelt werden. Kretischen Honig mit etwas Wasser verdünnen und die Melone damit bestreichen. Von jeder Seite eine Minute auf den Grill legen.

Die Wassermelone (Citrullus lanatus) ist genau wie Gurken und Zucchini ein Kürbisgewächs (Cucurbitaceae) und stammt vermutlich aus Afrika, höchstwahrscheinlich aus Ägypten. Meist ist die Wassermelone innen rot gefärbt. Manchmal sind bei uns auch Sorten mit gelbem Fruchtfleisch erhältlich. Heutzutage wird die Wassermelone möglichst Kernarm oder sogar Kernlos gezüchtet.

Da die Wassermelone nach der Ernte nicht mehr nachreift, sollte sie beim Kauf möglichst ausgereift sein. Auf Kreta erhält man sie von Juni bis September voll reif direkt vom Feld. Fachleute klopfen auf die Wassermelone und erkennen an ihrer Vibration, wie reif sie ist. Reife Früchte haben einen dumpfen, vollen Ton. Eine unreife Wassermelone klingt dagegen eher hohl und leise. Der Ton entsteht durch den hohen Wassergehalt. Je höher dieser ist, desto dumpfer der Klang und desto reifer die Frucht.
Wassermelonen sind sehr gesund und löschen gut den Durst. Gut gekühlt ist dieses Gefühl sogar noch stärker. Kein Wunder, denn das Fruchtfleisch besteht zu 95% aus Wasser. Sie hat weniger als 40 kcal pro 100 Gramm und ist damit ein leichter und gesunder Snack. Sie füllt den Magen und eignet sie sich dadurch hervorragend zum Abnehmen. Neben Wasser enthält sie Vitamin A und C, sowie Kalium, Magnesium und Beta-Carotin. Die rote Farbe der Wassermelone entsteht durch den natürlichen Farbstoff Lycopin. Dieser sogenannte "sekundäre Pflanzenstoff" wirkt antioxidativ, dass bedeutet er stärkt das Immunsystem, unterstützt die Körpereigenen Abwehrkräfte und soll sogar den Alterungsprozess verlangsamen.

Neuste Forschungen haben ergeben, dass Wassermelonen auch ein Aphrodisiakum sind. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sie sehr viel Citrullin enthalten. Dieser Inhaltsstoff bewirkt, dass der Eiweißbaustein Arginin im Körper vermehrt aufgebaut wird. Arginin erhöht im Körper den Gehalt an Stickstoffmonoxid, dass die Blutgefäße entspannt und die gleiche Wirkung wie "Viagra" hat.

Dafür muss man jedoch eine erhebliche Menge Wassermelone verspeisen. Ich denke diese Wirkung wird etwas überbewertet! Da die Wassermelone gleichzeitig diuretisch wirkt, ist man beim Verzehr großer Mengen vielleicht zu oft auf der Toilette ;-)



Und in diesem Forum könnt ihr noch etwas über die schwierige Berechnung des Wassergehaltes bei Wassermelonen erfahren!