Posts mit dem Label Püree werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Püree werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 7. Dezember 2012

Hommos (Kichererbsencreme) und Kreta

Auf Kreta werden Kichererbsen (Revíthia) angebaut und es gibt viele Gericht damit: Kichererbsen Eintopf oder Kichererbsen-Zitronen-Suppe, Schweinefleisch mit Kichererbsen und Kichererbsen mit Chorta (Wildgemüse). Kichererbsen werden als Salat, als Beilage gegessen.

Im Mai gibt es auf dem Wochenmarkt sogar Kichererbsensträuße mit frischen Erbsenschoten zu kaufen. So hat man einen grünen Strauß zuhause, an dem man Naschen kann. Frische junge Kichererbsen schmecken nämlich süßlich.

Was nicht typisch kretisch/griechisch ist, sind  Kichererbsenfrikadellen (Falafel) und Kichererbsenpüree (Hommos). Ich kenne diese beiden Speisen vor allem aus den arabischen Mittelmeerländern, Israel und der Türkei. Bevor nun Proteste kommen... ja es gibt hier auch eine Vorspeise, die "Revíthia me tachíni" (Kichererbsen mit Sesampaste) heißt und im Prinzip Hommos ist, aber sie wird sehr selten gegessen oder in Tavernen angeboten. In einigen Supermärkten wird es von überregionalen Firmen als Fertigprodukt angeboten.

Typisch kretisch und überall erhältlich ist dagegen ein Püree aus gelben Erbsen mit dem Namen Fava! (Das Rezept findet ihr wenn ihr den Namen anklickt.)

Wie Hommus richtig geschrieben wird, weiß ich nicht genau. Ich habe schon sehr viele Schreibweisen gesehen: Hommos, Hummus, Hummos, Hommus,  Hoummos oder Hummous! ;-)
In den USA gibt es eine Firma ATHENOS, die zu Kraftfoods gehört und griechische Produkte wie Feta, Joghurt und Brotaufstriche verkauft. Vor ungefähr eineinhalb Jahren gab es von ihnen eine Werbung für Hummus. Der Star darin ist eine griechische Großmutter, die über die Kleidung ihrer Enkeltocher lästert.
Es entbrannten -  nicht nur hier unter meinen Bekannten und Freunden - heftige Diskussionen über diesen Werbespot.

Und zwar darüber,
  • auf welche Art und Weise eine griechischen Großmutter dargestellt wird, 
  • ob sie in dem Spot ihre Enkelin wirklich  "Prostituierte" nennt,
  • ob die Produkte der Firma überhaupt authentisch griechisch sind,
  • ob Hommos überhaupt ein griechisches Produkt ist! (Die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer meinte "Nein"!)
Ihr könnte den Spot ansehen: Werbung "Yiayia" auf youtube.

Kichererbsen sind Produkte aus der Region und inzwischen gibt es auch Sesampaste hier in vielen Supermärkten zu kaufen. Deshalb mache ich diesen "Brotaufstrich" oft selbst. Hier also mein Rezept für eine Kichererbsenpaste aus dem östlichen Mittelmeerraum. ;-)

Hommos (Revíthia me tachíni)
Zutaten:
200 g getrocknete Kichererbsen, 2 Eßl. Zitronensaft, 1 Eßl. Olivenöl, 50 g Sesampaste (Tahini), 1 Eßl. gehackte glatte Petersilie (Ich hatte diesmal keine zu Hause ;-) aber es schmeckt auch ohne Petersilie!), 1 zerquetschte Knoblauchzehe, Salz,  ca. 1 l Einweichwasser, Kochwasser

Wenn ihr Dosenkichererbsen verwendet müsst ihr die nur 20 Minuten kochen und am besten verwendet ihr das Dosenwasser dazu. 1 kleine Dose Kichererbsen entspricht 50 g getrockneter Kichererbsen.

Zubereitung: Die Kichererbsen über Nacht in ungefähr 1 l Wasser einweichen (bzw. 12 Stunden) . Die Kichererbsen nehmen dabei stark an Größe zu. Die Erbsen nun durch ein Sieb geben und abspülen. Mit frischem Wasser in einem ausreichend großen Kochtopf zum Kochen bringen und ungefähr eine Stunde köcheln lassen bis sie weich sind. Sie nehmen nochmals etwas an Größe zu.
Die Kichererbsen abkühlen lassen mit mit dem Zitronensaft und dem Olivenöl und pürieren.
Man kann die Kichererbsen vorher auch pellen, dann wird die Paste etwas feiner und cremiger. Wenn ihr die gekochten Erbsen zwischen den Händen reibt gehen die Hülsen schnell ab. Am einfachen dann in kaltes Wasser geben, dann schwimmen die Schalen nach oben und ihr könnt sie entfernen. Ich nehme zumeist einfach nur die Schalen weg , die sich sehr leicht entfernen lassen.

Jetzt noch die Petersilie, den Knoblauch und die Sesampaste hinzufügen und gut vermengen. Zum Schluß das Hommos noch mit Salz abschmecken. Vor dem Servieren wird die Paste noch mit etwas Olivenöl und Sesamkörnern dekoriert.

Kali orexi - Guten Appetit!


Freitag, 3. Februar 2012

Rote Beete

Rote Beete sind ein normaler Bestandteil der Ernährung hier auf der Insel, eine Tatsache, die mich zuerst überraschte. Das ganze Jahr über sind sie sowohl im Supermarkt, wie auch auf dem Wochenmarkt günstig zu bekommen.

Gestern wollte ich vier Rote Beete kaufen um einen gemischten Salat mit Roter Beete und Walnüssen machen. Der Verkäufer wollte aber wohl gerne seinen gesamten Bestand loswerden. So gab er mit für 20 Cent mehr sechs weitere Knollen dazu. (Was ich damit gemacht habe seht ihr weiter unten.)

Manche mögen Rote Beete nicht auf Grund des erdigen Geschmacks - ich mag das gesunde Gemüse genau deshalb. Und der Verzehr ist aus mehreren Gründen für unseren Körper sehr gut.

Der rote Farbstoff in den Roten Beeten ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole. Diese stärken die Abwehrkräfte und die Zellen, sie wirken gegen Infektionen und Entzündungen.

Rote Beete sind gute Lieferanten von Eisen und Folsäure, welche für die Blutbildung unentbehrlich sind.

Britische Forscher haben durch eine Studie gerade ermittelt, dass Rote Beete sehr gut gegen hohen Blutdruck wirken. Das in den Beeten enthaltene Nitrat wird im Mund zu Nitrit umgewandelt. Sobald dieses in den Blutkreislauf gelangt wirkt es Blutdrucksenkend.


Es gibt zahlreiche griechische und kretische Rezepte mit Roter Beete zum Beispiel Rote Beete Suppe, Joghurt-Rote Beete Dip, Rote Beete mit Joghurt und rohen Rote Beete Salat mit Knoblauch.
Im Sommer bekamen wir in einer Taverne in Rethymno als Vorspeise pürierte Rote Beete zu Brot gereicht. Sie schmeckte mir sehr gut. Da ich nun so viel davon mit nach Hause gebracht hatte, habe ich versucht das Püree nachzumachen und es hat geklappt!



Hier das Rezept:    
Zutaten: 
Rote Beete, Olivenöl, Zwiebel, (Knoblauch), Zitrone, Pfeffer, Salz, etwas Minze
Zubereitung:
Gekochte Rote Beete und die rohe Zwiebel, (gehackten Knoblauch) zusammen mit einigen Löffeln Olivenöl mit einem Pürierstab oder einem Mixer ganz klein zerhacken, bis es aussieht wie ein grobes Püree. Mit Pfeffer, Salz, Zitronensaft und Minze abschmecken.