Montag, 2. April 2012

Toursi - Gemüse in Salzlake

Meine erstes Kennenlernen von Toursi beruhte mal wieder auf einem kleinen Missverständnis.
Ich war in unserem kleinen Supermarkt auf der Suche nach Gewürzgurken, da ich zum Grillen einen Kartoffelsalat zubereiten wollte. Die Gurken in dem Plastiktöpfchen sahen aus wie Gewürzgurken und in der Zutatenliste war an dritter Stelle Essig genannt. Das werden sie wohl sein, dachte ich und kaufte sie! Leider hatte ich nicht weitergelesen, denn schon an vierter Stelle stand Salz! - Und salzig waren sie - für den Kartoffelsalat natürlich denkbar ungeeignet!

Inzwischen mag ich diese Salzgurken auch ganz gern, jedoch in kleiner Dosis als Beilage. Noch lieber mag ich Toursi aus gemischtem Gemüse. Geeignet sind unter anderem Blumenkohl, Weißkohl, Möhren, Sellerie, Zucchini, Paprika, Zwiebeln und Knoblauch.

Aus Deutschland kannte ich natürlich auch Salzgurken und salziges Sauergemüse. Die ursprüngliche Herkunft dieser Konserven waren für mich bis dahin immer die Balkanländer. 

Traditionell hat Toursi seine Hauptsaison am "Sauberen Montag" dann sind sie ein Muß auf dem Tisch, neben Lagana, Fasolada und Halva. Besonders jetzt in der Fastenzeit werden sie in jedem Supermarkt in größeren Mengen angeboten.

Bisher habe ich die eingelegten Gemüse immer gekauft und noch nicht selbst hergestellt. Ich habe in Büchern und von Bekannten zwei verschiedene Herstellungsarten erfahren. Zum Einen wird das Gemüse nach dem Zerkleinern zuerst gesalzen, in Gläser abgefüllt und mit einer Essig-Wasserlake übergossen. Nach dem Schließen der Gläser werden diese sterilisiert. Das Gemüse soll danach sofort essbar sein.
Die zweite Methode erinnert mich an die Sauerkrautproduktion. Der Gemüse wird in einen großen Topf gegeben, mit einer sauren Salzlake bedeckt und muss unter Luftabschluß vier Wochen gären.

Ich werde es demnächst ausprobieren und dann meine Erfahrungen beschreiben.






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