Mittwoch, 26. September 2012

Galaktoboureko - määäääächtig lecker

Die bekanntesten kretischen - griechischen - Kuchen sind Baklava, Kataifi und Galaktoboureko. Sie sind alle drei sehr süß und gehaltvoll. Zwischen 300 und 400 kcal enthält ein jedes Stück dieser Kuchenstücke, die nach dem Backen noch mit Sirup übergossen wurden.
Mein Liebling unter den Dreien ist der (die) Galaktoboureko, ein Kuchen aus Grieß, Milch und Eiern.
In den zahlreichen Konditoreien (Zacharoplasteio), die es hier gibt kostet ein Stück um die 2 €. Ich schaffe zumeist nur die Hälfte eines der dicken nahrhaften Stücke.

Galaktoboureko, Kataifi, Baklava 
Galaktoboureko kann man sehr einfach und relativ schnell selbst herstellen. Dann mache ich ihn weniger süß! ;-)

In fast allen Rezepten, die ich für Galakoboureko gefunden habe, wird Vanille und Butter verwendet. Diese Zutaten werden jedoch in der ursprünglichen kretischen Küche kaum bzw. gar nicht verwendet.
Vielleicht ist das ja auch ein Grund dafür, dass es hier so schwer ist richtige Vanille zu bekommen. Auch Vanillezucker ist selten, Vanillearoma  und Vanillin jedoch gibt es in jedem Supermarkt. In kleinen weiß-roten Plastikröhrchen ist jeweils so viel Aroma, dass es für einen Kuchen reicht. Oder man erhält das Aroma gleich mit Backpulver vermischt.

Ursprünglicher ist die Zugabe von Zitrusfrüchten, um Galaktoboureko zu aromatisieren. Klassisch sind Orange und Zitrone, etwas seltener wird Pomeranze (Bitterorange) genutzt. Man verwendet zumeist etwas Saft für den Grießbrei und die Schale für den Sirup.

Als Teig wird hier auf Kreta der häufig eingesetzte Filoteig verwendet. Als Alternative kann man auch Blätterteig nehmen.


Und hier nun das Rezept für Galaktoboureko

Zutaten: 300 g Filoteig (aufgetaut), 500 ml Milch, 5 Eier , 150 g Weichweizengrieß, 150 - 200 g Zucker,  1 Pack. bzw. 1 Eßl. Vanillezucker oder 1 Vanille-, Vanillin-Aroma, 1 Bio-Zitrone, ca. 20- 30 g zerlassene Butter, 1 Prise Salz - eine ausgefettete Backform Größe ca. 30 x 20 cm oder rund ca. 28 cm.
Für den Sirup: 1 Tasse Wasser, 2 Tassen Zucker, Schale einer Zitrone

Zubereitung: Die Milch in einem Topf einmal kurz aufkochen.Den Topf von der Platte nehmen, den Grieß hineingeben und mit dem Schneebesen umrühren.  Dann die Herplatte ausschalten. Den Topf zurück auf die Platte schieben und den Grieß unter Rühren einige Minuten kochen lassen. Ich nehme immer feinen Grieß, der braucht nur 3 Minuten. Wenn ihr eine gröbere Sorte wählt oder Vollkorngrieß dauert es einige Minuten länger bis er weich ist. Von der Zitrone das Gelbe der Schale dünn abschneiden und dann die Zitrone auspressen. Die Eier mit dem Zucker ungefähr 1 Minute gründlich aufschlagen. Dann zum Grießbrei hinzufügen und  alles wieder gut umrühren. Vanille und Zitronensaft hinzufügen.
Tipp: Man kann auch die Eier vorher trennen, das Eigelb mit dem Zucker gut verrühren und das Eiweiß zu Schnee aufschlagen. Dann wird der Kuchen etwas lockerer.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Den aufgetauten Filoteig entrollen und 300 g davon abnehmen. (Mit dem Rest könnt ihr zum Beispiel leckere Fetataschen machen.) Die Teigblätter jetzt am besten mit einem scharfen Messer oder mit der Schere passend für die Backform zurechtschneiden. Die Hälfte der Teigblätter (ich nehme immer die etwas schlechter aussehenden bzw. nicht ganz passenden) in die ausgefettete Backform legen.
Die Butter schmelzen und mit einem Pinsel die Teigblätter bestreichen, bevor ihr sie über einanderlegt. 

Nun den Grieß darauf geben und vorsichtig ausstreichen. Danach die 2 Hälfte der Teigblätter auf den Brei geben und die einzelnen Blätter wieder vorsichtig mit der Butter bestreichen.

Vor dem Backen jetzt vorsichtig die obere Teigschicht einschneiden, sodass sich Vierecke ergeben. Möglichst nicht so tief schneiden, dass die Breischicht herausquillt. (Hab ich noch nie richtig geschafft ;-))
Tipp: Vorher 15 Minuten in den Tiefkühler geben, dann läßt es sich leichter einschneiden.

Im vorgeheizten Backofen nun ungefähr eine halbe Stunde goldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Währenddessen den Sirup herstellen.

Zucker und Wasser und dünn abgeschälte Zitronenschale in einen Topf geben. Unter Rühren aufkochen und dann bei mittlerer Hitze ca. 10 - 15 Minuten köcheln lassen. Dann von der Herdplatte nehmen, die Zitronenschale entfernen und etwas abkühlen lassen. Nach ungefähr 10 Minuten den Sirup sorgfältig über den ganzen erkalteten Kuchen gießen.


Kali Orexi - Guten Appetit!







Kommentare:

  1. Oh, sehr lecker! Ich wollte mal fragen, ob du "Finikia" kennst. Ich suche ein Rezept hierfür. Ich weiß nicht, ob es kretisch ist, aber griechisch ist es auf jeden Fall. Das sind etwas überdimensionierte Mürbeteigkekse, gefüllt mit Walnüssen. Nach dem Backen wird auch dieses Gebäck mit Zuckersirup übergossen, deswegen ist mir das eingefallen, als ich deinen Blogeintrag gelesen habe.

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  2. Hallo TinA, ich kenne Finikia unter dem Namen Melomakarona. Ich denke das ist auf alle Fälle ein sehr ähnliches Rezept ;-)
    Hier ein Rezept, nach dem ich sie schon einmal gebacken habe. Ich rechne sonst zumeist die Tassen in Gramm um, das habe ich jetzt auf die Schnelle noch nicht geschafft. Oft wird auch Butter statt Öl genutzt, aber ich bin für Olivenöl. ;-)
    Zutaten: 1 Tasse Olivenöl, 2 Eßl. Zucker, abgeriebene Schale einer Orange, 1 Teel. Zimt, 1 Msp. Muskatnuss, 1 Msp. Nelken, 4 Tassen Mehl, 1 Päck. Backpulver, 1/2 Tasse Orangensaft.1/2 Tasse feingehackt Walnüsse.
    Sirup: 1 Tasse Honig, 1/2 Tasse Zucker, 1 Tasse Wasser, 1 Zimtstange, 1 Eßl. Zitronensaft
    Zubereitung: Öl Zucker Gewürze schaumig rühren, Mehl, Backpulver und O-Saft langsam hinzufügen und zuerst rühren und dann verkneten. Ovale oder runde dicke Kekse formen und bei 25-30 Minuten bei 175 Grad backen. Man kann die Walnüsse in den Teig einhüllen oder nach dem Sirup übergießen, die Kekse damit bestreuen. Für den Sirup alles in einen Kochtopf geben und aufkochen. Ca. 3 Minuten kochen lassen.
    Die abgekühlten Kekse mit dem Sirup übergießen und die Walnüssen darüber streuseln. (Oder die Kekse in den Sirup eintunken.)
    Guten Appetit - Kali Orexi!
    Herzliche Grüße Uta

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  3. Vielen lieben Dank!!!! Das werde ich demnächst ausprobieren (und berichten) :-))

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  4. Klasse! Ich habe auf meinem Blog auch ein Rezept für Galaktoboureko, aber ich glaube, dass in Deutschland kaum einer so etwas nachbäckt. Schade, denn es schmeckt doch so himmlisch!

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  5. Oh, das sieht aber lecker aus! Ich glaube, das muss ich auch dringend mal ausprobieren. :-)
    LG, Becky

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