

Meine Kartoffel-Essgewohnheiten haben sich jedoch sehr geändert. Es gibt bei uns kaum noch Salzkartoffeln, dafür aber viel mehr gebackene Kartoffelecken, Backofenkartoffeln, Aufläufe, Gemüseeintöpfe mit Kartoffeln und Pommes frites in Olivenöl frittiert.
Auf Kreta werden sehr viele Kartoffeln gegessen und sie werden zumeist in 5 - 10 kg Tüten verkauft. Ende Februar waren es auch die Kartoffelbauern, die einen kleinen Preiskrieg entfachten und eine neue Vermarktungsstrategie starteten, durch die Direktvermarktung ihrer Kartoffeln. Mehr dazu: Hier

Die Pommes werden hier fast ausschließlich in Olivenöl frittiert. Ihre Form variiert je nach Laune, Taverne und Zeitaufwand. Ob als Scheiben, längliche Achteln, kurze Sechstel oder Stäbchen, ich mag die selbstgemachten am liebsten und bin immer enttäuscht, wenn es die "Fabrikstäbchen" gibt.
Sind die Pommes frites ein Teil der Vorspeisenauswahl so werden sie hier ohne Dip, Mayonnaise, Ketchup oder Soße gegessen. Auch die Tatsache, dass sie oft nur noch lauwarm und nicht mehr knusprig auf den Tisch kommen, stört (fast) niemanden. (Ich bestelle mir oft Tzatziki als Dip dazu.)
Andererseits sind KreterInnen erstaunt und sehr skeptisch, wenn ich ihnen erzähle, dass wir in Deutschland Kartoffelklöße "Báles patátas" in Wasser kochen ;-)

Als ich neulich mit einer großen (multinationalen) Gruppe mal wieder in einer Taverne lauwarme, zerfallene gekochte Kartoffeln vorgesetzt bekam - die anderen riefen natürlich wieder "Nostimo, Orea" wußte ich, dass ich hinsichtlich meines Kartoffelgeschmacks doch immer eine typisch Deutsche sein werde!
Wie recht Du hast.Bin seit kurzem mit einer "Süddeutschen" verheiratet. Seitdem weiß ich, daß es auch Kartoffelklöße gibt. Mein Freund Niko hat sie in Scheiben geschnitten und nochmal in Öl gebacken. Erst dann hat er sie gegessen.
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